logoblogg.de • Elektrische Zigarette 

Montag, 13.03.2006

der gipfel der genüsse?


es sei die höchste stufe der intimität die man ereichen könne, wenn man der frau,während sie auf der toilette sitze, beim pinkeln zuhöre.
gerade fiel mir diese passage im gespräch wieder ein, nicht während des laufens sondern während ich birgit beim pinkeln zu sah. seitdem versuche ich die sätze im labyrinth meines gedächtnises wieder zu entdecken und zu kartographieren, sie einem buch zu zuordnen, in dem ich sie gelesen haben könnte. die aktuellen verdachtsmomente weisen in die richtung von nick hornby und seinem leben als leser. leider hab ich auch nach einer halben stunde und mehrmaligen querlesen nicht vermocht eben diese erlösenden sätze schwarz auf weiß zu entdecken und sie so wahr werden zu lassen. da stand auch noch, wenn man diese vertrautheit bis jetzt nicht kennen gelernt habe, solle man besser darauf verzichten. soweit ich mich erinnere.
zeit, die bücher zu zuschlagen, den rechner auszuschalten, das haus zu verlassen und auf ein bier zu gehen. das leben als künstler ist hart und man leidet*1 sehr stark und viel.

*1 zum thema des leidenden künstlers stand eine wunderschöne rezension des buches "paul und die beatmaschine" von andreas mand in der zeit. in dem buch gehe es um das leiden im kunstbetrieb, der kunstprovinz und im künstlerknast. paul sei wohl jemand, der darunter leide stipendienliteratur hervorzubringen und er habe eine freundin, die unter ähnlichen krankheiten der bildenen kunst leide. der nomade, ein vielbeschworenes bild des künstlers seit deleuze und flusser, wird hier zum "stipendientourist". das leben als künstler kann so hart sein(wie man schon erwähnte) und voller opfer sein.